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Exorbitante Druck- und Scankostenerhöhung an der Universität Augsburg - Unileitung erneut in der Kritik

Scannen kostet nun mehr als das Drucken zuvor - Studierendenvertreter empört

(Oktober 2013)



"Mit der Einführung neuer Kopiergeräte an der Universität Augsburg wurden die Kosten pro Kopie von früher 4,5 ct auf 7 ct erhöht. Dies entspricht einer Steigerung um rund 55%. Außerdem wurde eine Gebühr für das Scannen an Kopiergeräten von 5 ct pro Scan eingeführt. Damit kostet das Scannen an Kopiergeräten nun mehr als das Kopieren zu den früheren Preisen. Beides bedeutet eine zusätzliche finanzielle Belastung der Studierendenschaft und ist so nicht tragbar", so Jessica Schreyer, Fakultätsrätin der Philologisch-Historischen Fakultät der Universität Augsburg.

Diese Situation, die im Zuge der Umstellung auf das Campuscard System entstanden ist, hätte verhindert werden können und müssen. Bereits vor über einem Jahr haben Studierendenvertreter die Universitätsverwaltung darauf hingewiesen, dass derartige Preissteigerungen nicht hingenommen werden können. Trotz dieser Proteste der Studierendenvertreter ist die oben geschilderte neue Preissituation vertraglich auf die nächsten fünf Jahre fixiert.

"Es ist Aufgabe des Freistaats Bayern, die technische Infrastruktur an Universitäten bereitzustellen. Die Beteiligung der Studierenden sollte sich dabei auf die tatsächlich anfallenden Kosten pro Nutzung beschränken. Die Kosten, die beim Scannen anfallen, sind äußerst gering. In Anbetracht der Umweltfreundlichkeit digitaler Kopien muss dieser Dienst gänzlich kostenlos angeboten werden", betont Valentin Magg, ebenfalls Fakultätsrat der Philologisch-Historischen Fakultät.

Der Studierendenrat der Philologisch-Historischen Fakultät der Universität Augsburg verurteilt es, die Leasing-Gebühren von Kopiergeräten auf die Studierenden umzulegen und fordert die Bezuschussung der Kopierkosten und des umweltfreundlichen Scannens und/oder Nachverhandlungen mit dem Vertragspartner.